Corona-Warn-App gestartet!

Erstellt am: 19.06.2020 – Geändert am: 18.06.2020

Quelle: BMG

Seit Dienstag ist die Corona-Warn-App online verfügbar. Sie ermöglicht es, Infektionsketten schneller zu erkennen und zu durchbrechen – allerdings nur, wenn möglichst viele Menschen die App nutzen.

Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Der Waiblinger Bundestagsabgeordnete, Joachim Pfeiffer, zeigt sich überzeugt und erklärt: "Ich bin sicher, dass die App dabei helfen wird, einen erneuten Shutdown des öffentlichen Lebens, mit all den dramatischen Folgen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft, zu verhindern. Das ist vor allem für eine mögliche zweite Welle im Herbst von großer Bedeutung. Deshalb bitte ich Sie: Helfen Sie mit und laden Sie die App auf Ihr Gerät. So können wir alle einen wichtigen Beitrag für uns selbst, unsere Liebsten und für die Gesellschaft leisten".

Antworten auf die wichtigsten Fragen im Überblick:

Was kann die App?

Die „Corona-Warn-App“ soll Menschen warnen, die mit positiv getesteten Personen in Kontakt waren und so helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Kontaktbeschränkungen weiter gelockert werden. Derzeit sind es allein die Mitarbeiter der Gesundheitsämter, die die Infektionsketten nachverfolgen. 

Wie funktioniert die App?

Die App kann erkennen, wie nahe sich Menschen bzw. deren Smartphones kommen und wie lange sie sich getroffen haben. Dazu tauschen die Geräte via Bluetooth zufällig erzeugte anonyme Zahlenfolgen, sogenannte IDs aus. Dieser Austausch dauert nur wenige Sekunden, sodass keine dauerhafte Verbindung zwischen den Smartphones hergestellt wird. Er wird in Abständen von zweieinhalb bis fünf Minuten wiederholt. Auf Basis der Signalstärke wird dabei die Entfernung geschätzt. Nutzer, die sich neben einer mit Covid-19 infizierten Person aufgehalten haben, können so von dieser Person schnell gewarnt werden. Damit können letztendlich die Corona-Infektionsketten durchbrochen werden. Die Nachverfolgung kann noch genauer und zügiger eruiert werden.

Wie schützt sich die App vor Datenmissbrauch?

Um Falschmeldungen oder Missbrauch zu verhindern, ist Voraussetzung dafür ein QR-Code, den erkrankte Nutzer von einem Labor bekommen. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet, kann er das Testergebnis freiwillig in der App angeben, in dem er den QR-Code scannt.

Infizierte werden ausdrücklich gefragt, ob sie das Ergebnis zur Kontakt-Nachverfolgung teilen wollen. Alternativ kann man auch eine TAN eingeben, die man von einer Telefon-Hotline bekommt, da nicht alle Labore in der Lage sind, QR-Codes zu generieren.

Welche Daten speichert die App?

Die anonymisierten Daten der Kontakte werden dezentral auf dem jeweiligen Smartphone gespeichert. Der Abgleich, ob man einer infizierten Person begegnet ist, geschieht lokal auf dem Mobiltelefon. Einmal am Tag ruft das Gerät eine Liste mit den anonymen Gerätenummern ab, für die eine Covid-19-Infektion bestätigt wurde. Der Server hat allein die Aufgabe, die pseudonymisierten und autorisierten Positivmeldungen an alle Teilnehmer sicher und effizient zu verteilen, so dass dann auf deren Endgeräten – also dezentral - eine Begegnungsprüfung stattfinden kann. 

Weiterführende Informationen finden Sie hier

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