Corona-Überbrückungshilfe des Bundes für kleine und mittelständische Unternehmen startet

Erstellt am: 10.07.2020 – Geändert am: 10.07.2020

Quelle: Canva

Am Mittwoch ist die bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestartet. Damit wird die Corona-Überbrückungshilfe für Soloselbständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, umgesetzt.

Auf der Plattform können sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer auf der Seite registrieren und ab heute die Anträge in einem vollständig digitalisierten Verfahren für Unternehmen stellen. So sind Auszahlungen bereits im Juli möglich. 

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Punkte zu den Überbrückungshilfen zusammengefasst:

Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds* qualifizieren und ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist. Auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können einen Antrag stellen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen.

Welchen Umfang hat die Überbrückungshilfe?
Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe, die Corona-bedingt in den Monaten Juni bis August erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Durch Zahlungen als Beitrag zu den betrieblichen Fixkosten soll ihre wirtschaftliche Existenz gesichert werden.

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 80% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzrückgang,
  • 50% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50% und 70%,
  • 40% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40% und unter 50%

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. In begründeten Ausnahmefällen können die maximalen Erstattungsbeträge für Kleinunternehmen überschritten werden.

Wie erfolgt die Auszahlung?
Die Länder haben die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen übernommen.

Bis wann muss die Überbückungshilfe beantragt werden?
Anträge sind bis spätestens 31. August 2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.

Weitere Informationen zum Programm Corona-Überbrückungshilfe und zur Antragstellung erhalten Sie unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Zurück