Bundeswehr-Rekruten legen vor dem Reichstag Gelöbnis ab

Erstellt am: 15.11.2019 – Geändert am: 15.11.2019

Copyright: Bundeswehr, Jonas Weber

Anlässlich des 64. Gründungstags der Bundeswehr leisteten in dieser Woche deutschlandweit Rekruten ihr feierliches Gelöbnis. Auch vor dem Reichstagsgebäude legten rund 400 Rekrutinnen und Rekruten ihren Eid ab – erstmals seit sechs Jahren. Mit vor Ort waren die Bundestagsabgeordneten.

Bundesverteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, hatte bei ihrem Amtsantritt versprochen, die Bundeswehr wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, u.a. durch öffentliche Gelöbnisse. „Die Armee kommt aus der Mitte der Gesellschaft und gehört dort auch hin", so die Ministerin in ihrer Ansprache. Die Bundeswehr sei eine Parlamentsarmee. Nicht nur, weil der Deutsche Bundestag über die Entsendung entscheidet, sondern auch, weil die Bundeswehr wichtiger Bestandteil einer wehrhaften Demokratie sei.

Der Kritik des zu Schau gestellten Militarismus kann Joachim Pfeiffer, der stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, nichts abgewinnen und sagt: „Das hat nichts mit Militarismus zu tun, sondern mit Anerkennung für die Leistung der Bundeswehr. Wir zollen den Soldatinnen und Soldaten, die sich Tag für Tag für unseren Schutz und unsere Sicherheit einsetzen, Dank und Respekt. Den Frieden, den wir in Deutschland seit gut 75 Jahre erleben, ist nicht selbstverständlich“, sagt Joachim Pfeiffer. Er würde es daher begrüßen, künftig mehr öffentliche Gelöbnisse als Zeichen der Verbundenheit abzuhalten.

Dem pflichtete der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte, bei: „Die Bundeswehr ist eine zentrale Säule unserer Sicherheitspolitik und ein starkes Symbol unserer Demokratie. Die Soldatinnen und Soldaten setzen sich mit ihrem Leben dafür ein, dass wir in Frieden und Freiheit leben können.“

In Deutschland finden gut 150 Gelöbnisse pro Jahr statt, bei denen die Soldaten geloben, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.

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