Baustopp von Nord Stream 2 wäre Schuss ins eigene Knie

Erstellt am: 03.09.2020 – Geändert am: 03.09.2020

Durch den Giftanschlag auf Alex Nalawny werden die Forderungen nach weiteren Sanktionen gegen Russland laut. Dazu erklärt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer:

"Ein Baustopp wäre aus europäischer und deutscher Sicht absurd sowie politisch und ökonomisch ein Schuss ins eigene Knie. Unser Interesse an einer weiteren Transportroute für Gas ist mindestens genauso hoch wie das Russlands. Nord Stream 2 leistet einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der Transportrouten und erhöht damit Liquidität, Wettbewerb und auch die Versorgungssicherheit in Europa. Ohne Nord Stream 2 verkauft Russland keinen Kubikmeter Gas mehr oder weniger, doch europäische Gaspreise würden steigen. Wirtschaftlich wäre der einzige Gewinner Russland. Politisch würde damit das genaue Gegenteil erreicht.

Klar ist, es braucht eine abgestimmte, europäische Antwort. Diese muss jedoch zielgerichtet sein und darf nicht europäische Interessen gefährden."

Im Deutschlandfunk diskutierte Joachim Pfeiffer zum Thema in der Sendung "Zur Diskussion: Vergiftete Diplomatie, umstrittene Pipeline: Die Bundesregierung und ihre Haltung zu Russland" am Mittwoch, 9. September. Diese können Sie auf allen gängigen Streaming-Plattformen wie auch hier nachhören.

Warum Nord Stream 2 Deutschland und Europa stärkt, lesen Sie hier

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