Ausbau deutsch-ägyptischer Wirtschaftsbeziehungen

Erstellt am: 04.03.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Im Rahmen der aktuellen Reise von Bundeskanzlerin Merkel plus Wirtschaftsdelegation nach Ägypten und Tunesien finden Gespräche mit dem ägyptischen Industrieminister Tarek Kabil, Energieminister Dr. Mohamed Shaker und Investitionsministerin Dr. Sahar Nasr statt. Ägypten und Deutschland verbindet eine tiefe und langjährige Partnerschaft. Für Deutschland ist Ägypten der wichtigste Handelspartner in Nordafrika.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und die Vertiefung der Kooperation im Energiebereich. Die Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer in Kairo (AHK) organisiert für die Wirtschaftsdelegation im Rahmen des Besuchs einen Runden Tisch mit bedeutenden ägyptischen Unternehmern.
Das bilaterale Handelsvolumen der beiden Länder betrug im Jahr 2016 rund 5,5 Mrd. Euro und hat damit im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 10 % zugelegt. Deutschland ist innerhalb Europas der wichtigste Handelspartner für Ägypten und liegt weltweit an zweiter Stelle. Ein Schwerpunkt der Kooperation ist der stark wachsende Energiesektor Ägyptens und insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien. Die enge Zusammenarbeit im „Joint Committee on Renewable Energy Efficiency and Environmental Protection“ (JCEE) soll vertieft und die Investitionsbedingungen sollen verbessert werden.
Tunesien ist traditionell ein bedeutender Investitionsstandort für deutsche Unternehmen. Derzeit sind ca. 250 deutsche Unternehmen im Land aktiv, vor allem in der Textil-, Elektronik- und Zulieferindustrie für die Automobilbranche. Die deutschen Unternehmen haben bis heute über 350 Mio. Euro vor Ort investiert und beschäftigen ca.
55.000 tunesische Arbeitskräfte. Deutschland ist der drittgrößte Handelspartner Tunesiens; das bilaterale Handelsvolumen betrug 2016 etwas mehr als 3 Mrd. Euro. Deutschland exportierte nach Tunesien ca. 1,4 Mrd. Euro und importierte aus Tunesien rd. 1,6 Mrd. Euro (2,3% mehr als 2015). Damit ist Tunesien eines der wenigen Länder in der Region mit einem Handelsbilanzüberschuss gegenüber Deutschland.

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