Ausbau der Beziehungen mit Burkina Faso

Erstellt am: 25.03.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Deutschland und Burkina Faso wollen ihre guten politischen Beziehungen weiter ausbauen. Das sagte Kanzlerin Merkel nach einem Treffen mit Staatspräsident Kaboré. Auch die Migrationsbewegungen aus afrikanischen Ländern nach Europa und die Entwicklungszusammenarbeit waren Themen. Beide Länder verbinde nicht nur eine langjährige Partnerschaft mit mehr als fünfzig Jahren guter Beziehungen, betonte Kanzlerin Angela Merkel nach dem Gespräch mit dem Staatspräsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Kaboré. Burkina Faso sei seit 1961 auch Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mittlerweile zeige sich in Burkina Faso eine neue, bedeutende Entwicklung mit einer aktiven Zivilgesellschaft, die 2015 erstmals freie Wahlen im Land ermöglicht habe: "Diese Wahlen waren ein wirklicher Meilenstein in der Geschichte Burkina Fasos", so Merkel. Deutschland und Burkina Faso unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen. Diese fanden zuletzt Ausdruck mit dem Besuch des burkinischen Parlamentspräsidenten in Deutschland im Januar diesen Jahres. Zudem war Entwicklungsminister Gerd Müller Ende Februar 2017 nach Burkina Faso gereist. Zum Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Burkina Faso kündigte die Kanzlerin eine Investition von HeidelbergCement an. Außerdem werde es einen intensiven Austausch im Rahmen des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft geben. Präsident Kaboré lobte die Bereitschaft deutscher Unternehmen, ihr wirtschaftliches Engagement in Burkina Faso auszubauen. In diesem Zusammenhang nannte er unter anderem die Schaffung von kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich der Wertschöpfungskette landwirtschaftlicher Produkte. Deutschland ist drittgrößter bilateraler Geber in Burkina Faso. Dabei konzentriert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf Landwirtschaft, Wasser- und Sanitätsversorgung sowie Dezentralisierung. Auch der Schutz der Kinderrechte steht im Vordergrund der entwicklungspolitischen Maßnahmen. In allen Bereichen ist berufliche Bildung wichtiges Querschnittsthema. Das Fördervolumen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit belief sich zwischen 2015 und 2017 auf rund 113 Millionen Euro.

Zu Bekämpfung der Migrationsbewegungen aus afrikanischen Ländern nach Europa waren sich beide Seiten einig, dass man die Menschen nachhaltig davon abhalten müsse, sich in die Hände von Schleusern zu begeben und ihr Leben zu gefährden. Deutschland wird sich auch im Kampf gegen den Terrorismus in Burkina Faso weiter engagieren, insbesondere angesichts der Bedrohungen durch die Nachbarländer Mali und Niger.

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