Aus für Sachkundenachweis für Makler

Erstellt am: 24.06.2017 – Geändert am: 11.09.2017

Zu Recht!

Ursprünglich war geplant, für Makler und Wohnungseigentumsverwalter einen verpflichtenden Sachkundenachweis einzuführen. Dieser ist nun jedoch vom Tisch. Zu Recht. Denn die Einführung eines gesetzlichen Sachkundenachweises würde neue Bürokratie aufbauen, die Verwaltung von Wohnungseigentum unnötig verteuern und eine empirisch nicht zu rechtfertigende Berufszulassungsschranke schaffen. Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer und muss sich mit seiner Regulierungs- und Reglementierungswut  nicht in alle Lebens- und Arbeitsbereiche einmischen. Davon ist Joachim Pfeiffer MdB überzeugt.  Aus diesem Grund haben sich die Koalitionsfraktionen darauf verständigt, den im Gesetzesentwurf der Bundesregierung enthaltenen Sachkundenachweis zu streichen. Stattdessen wird für alle Wohneigentums- und Mietverwalter sowie für Immobilienmakler eine verpflichtende Fortbildung alle drei Jahre eingeführt. 
Der Waiblinger Bundestagsabgeordnete, Joachim Pfeiffer, hat sich intensiv mit Gesetz im Wirtschaftsausschuss des Bundestages auseinandergesetzt und stellt klar: „Der Sachkundenachweis für Verwaltungen von Wohnungseigentum ist aus meiner Sicht eine Schimäre, denn er löst schlichtweg das Problem nicht. In einer dynamischen Branche wie dem Immobilienmarkt ist niemandem mit einem einmalig abgelegten Prüfungsnachweis geholfen nach dem Motto ‚heute gelernt, morgen vergessen‘. Von einem Dachverband der deutschen Immobilienverwalter sollte man erwarten können, dass er seine Qualitäts- und Berufsstandards selber regeln kann.  „Statt die staatliche Regulierungsmaschinerie anzuwerfen, setze ich auf die Kraft der Freiheit des mündigen Bürgers und souveränen Verbrauchers.“, so Pfeiffer. Statt massiv in die Gewerbefreiheit einzugreifen, wird mit der jetzigen Regelung ein Anreiz für die Gewerbetreibenden gesetzt, sich regelmäßig fortzubilden (u.a. zu Bau- und Sanierungsvorschriften, Fördermöglichkeiten, Rechtsentwicklungen etc.). Rasante gesellschaftliche Entwicklungen, neue Gesetze und Steuerregelungen in der Immobilienwirtschaft sorgen für kontinuierliche Veränderungen. Regelmäßige Fortbildungen tragen dazu bei, auf diese dynamischen Entwicklungen zu reagieren und Kompetenzen zu erweitern. Gerade im Immobiliengeschäft, in dem es um viel Geld geht, ist es wichtig, dass Verbraucher darauf vertrauen können, von Fachleuten beraten zu werden, die sachgemäß über Neuentwicklungen informiert sind. Bei Verstößen gegen die geregelte Nachweispflicht kann ein Bußgeld verhängt werden. Einher mit der Fortbildungspflicht geht auch eine Informationspflicht gegenüber dem Auftraggeber. Dies ist auch für die Verbraucher ein besserer Schutz als ein einmaliger Sachkundenachweis. Sie können sich so ein eigenes Bild über die Qualifikation und fachliche Eignung des Gewerbetreibenden machen.

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