Auf politischer Bildungsfahrt in Brüssel

Erstellt am: 05.11.2018 – Geändert am: 05.11.2018

Auf politischer Bildungsfahrt in Brüssel

Zu einer politischen Bildungsfahrt nach Brüssel und Flandern hat der Bundestagsabgeordnete Dr. Joachim Pfeiffer Bürgerinnen und Bürger aus seinem Wahlkreis eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter "Politica-Reisen aus Potsdam" erwartete die Reiseteilnehmer ein interessantes Programm. Das Herz Europas schlägt in Brüssel, einer außergewöhnlichen Stadt, die das Wunder ihrer Entstehung historischen und geographischen Gegebenheiten, aber auch dem Willen der Menschen verdankt.

Zahlreiche internationale Organisationen haben ihren Sitz in Brüssel. Als offene Stadt empfängt Brüssel seine Besucher mit all der Faszination und dem Zauber, die es sich zu eigen gemacht hat. Mit ihrem Traditionsreichtum, ihren zahlreichen sehenswerten Fassaden ist Brüssel eine Stadt der Gegensätze: so kontrastiert das Zusammenspiel der majestätischen Prachtbauten am Grand-Place mit der futuristisch anmutenden Konstruktion des Atomiums.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war der Empfang durch den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Herrn Rainer Wieland MdEP. Er hat die Gruppe im europäischen Parlament über aktuelle europäische Themen und die Arbeit des Europäischen Parlaments informiert. Die Entscheidungen, die im Europäischen Parlament getroffen werden, beeinflussen unmittelbar unser tägliches Leben in vielen Bereichen - von Belangen der Sicherheit über Verkehrspolitik bis hin zum Umwelt - und Verbraucherschutz. Er hat aufgezeigt, wie weitreichend und nachhaltig die Entscheidungen aus Europa ganz konkret vor unserer Haustür Wirkung zeigen. Denn das Europäische Parlament ist das Parlament der europäischen Bürgerinnen und Bürger, in dem die von uns direkt gewählten Abgeordneten unsere Interessen vertreten und unsere gemeinsame Zukunft maßgeblich mitgestalten.

Der Besuch in der Europäischen Kommission war sehr informativ. Die Reiseteilnehmer erhielten dort einen Überblick über die Tätigkeiten der Europäischen Kommission - sie ist die politisch unabhängige Exekutive der EU. Sie ist allein zuständig für die Erarbeitung von Vorschlägen für neue europäische Rechtsvorschriften und setzt Beschlüsse des Europäischen Parlaments und des Rates der EU um.

Ein weiterer interessanter Programmpunkt war der Informationsbesuch in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel. Die Aufgabe der Landesvertretung ist, neben der von Politik und Verwaltung geprägten Tagesarbeit, aber auch das Land in seiner kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt vorzustellen. Es wird ein enger Kontakt zu den Vertretungen der anderen Bundesländer unterhalten, um die überregionale Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsame Anliegen abzustimmen. Es ist bildlich gesprochen "die Antenne des Landes in der europäischen Zentrale."

Das Atomium ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Brüssels! Als Symbol der belgischen Hauptstadt zählt es bis heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Brüssels. Das imposante Kugelgebilde stellt ein Eisenmolekül in 165-milliardenfacher Vergrößerung dar.

Eröffnet wurde das Atomium anlässlich der 1958 in Brüssel ausgerichteten Weltausstellung, bei der es zum großen Publikumsmagneten avancierte. Und noch heute hat es mit seinen neun glänzenden Kugeln nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt: Sei es eine Entdeckungstour durch die futuristisch anmutenden Röhren und Kugeln, die Besichtigung der verschiedenen Ausstellungen zur Geschichte des Atomiums oder zum Thema Wissenschaft und Design.

In der oberen Kugel angekommen, schweift der Blick über die Brüsseler Skyline, dann in den Himmel.

Eine Stadterkundung in Brüssel und Brügge unter sachkundiger Führung rundeten die in vielerlei Hinsicht beeindruckende und interessante Reise ab und die Teilnehmer konnten einige "Europäische Gedanken" mit nach Hause nehmen.

Die Vielfalt der Völker, der Sprachen, der Kulturen und der Traditionen ist die Stärke Europas und es sollte uns gelingen, unsere Souveränitäten gemeinsam auszuüben und an die Stelle des alten Gegeneinander das neue Miteinander zu setzen. Denn die gemeinsamen Werte sind auch das Fundament unserer Zukunft.

 

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