Alexander Gerst zu Gast im Ausschuss für Wirtschaft und Energie

Erstellt am: 10.05.2019 – Geändert am: 10.05.2019

Quelle: Deutscher Bundestag

Einen Appell aus dem All hatte der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Gepäck, als er diese Woche zu den Abgeordneten des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag in Berlin sprach. In seiner Rede und anschließenden Fragerunde hob er die Bedeutung der Raumfahrt für unseren Alltag hervor, und warnte gleichzeitig vor den Folgen des Klimawandels. „Etwas Großes wird endlich im Angesicht der Unendlichkeit. Das gilt auch für die Ressourcen auf der Erde“, so Gerst. Bei seiner 197-tägigen Weltraum-Mission im vergangenen Sommer konnte er ausgetrocknete Seen, schmelzende Gletscher beobachten. Selbst der Dürresommer Deutschlands war vom Weltall gut zu sehen. Er wolle für die nächste Generation einen Planeten hinterlassen, der mindestens so gut sei wie heute oder noch besser.

Um dieses Ziel zu erreichen, führten er und seine Kollegen bei ihren Missionen über 300 Experimente durch, die künftig das Leben der Menschen verbessern sollen. Erforscht wurden beispielsweise die Auslöser von Krankheiten wie Alzheimer, Krebs oder Parkinson oder auch klimawandelresistente Nutzpflanzen. Doch auch Weltraumtechnik spielt eine bedeutsame Rolle in unserem irdischen Alltag. So käme sie etwa bei der Prävention von Waldbränden zum Einsatz. In Brandenburg, zum Beispiel, wird eine ursprünglich für die Raumfahrt entwickelte hochsensible Kamera eingesetzt, die an der Rauchfarbe vollautomatisch Waldbrände erkennen und rechtzeitig melden kann. Daran, so der aus Künzelsau stammende 43-Jährige, erkenne man, dass die Raumfahrt sowohl für Innovationen als auch den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn ein wichtiger Antreiber ist. Zudem dürfe die enge internationale Zusammenarbeit nicht unterschätzt werden, schließlich könne keine Nation alleine so ein Projekt stemmen.

Zurück