Abzug aus Afghanistan in Sicht

Erstellt am: 06.03.2020 – Geändert am: 06.03.2020

Copyright: Bundeswehr | Andrea Bienert

Nach langen Verhandlungen hatten die USA vergangene Woche ein Friedensabkommen mit den Taliban geschlossen. Diese Woche hat nun der Deutsche Bundestag über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr debattiert. Das Ergebnis: Verlängerung der NATO-Ausbildungsmission um ein Jahr bei gleichzeitiger Einleitung des Einsatz-Endes.

Seit 2015 beteiligt sich die Bundeswehr an der NATO-Mission Resolute Support, einer Ausbildungs- und Beratungsmission, mit dem Ziel, Afghanistan zu stabilisieren. Dazu befinden sich circa 1.200 Bundeswehrsoldaten im Norden des Landes, die afghanische Soldaten in Masar-i-Scharif und Kundus trainieren. Dabei unterstützt werden sie von 20.000 Soldatinnen und Soldaten aus 29 Staaten.

Noch gibt es vor Ort viel zu tun. Jede Entwicklung, die zum Frieden beiträgt, ist daher zu begrüßen. Entsprechend bewerten die Parlamentarier das Abkommen zwischen den USA und Afghanistan auch als positiv, obwohl die vereinbarte Waffenruhe von Seiten der Taliban bereits gebrochen wurde. Nun soll die Ausbildungs-Mission um ein weiteres Jahr verlängert werden und gleichzeitig der Abzug der internationalen Truppen verantwortungsvoll vorbereitet und eingeläutet werden. Zwar ist es noch ein langer Weg zu einem friedlichen und stabilen Afghanistan, letztlich kann es aber nur eine politische Lösung für das Land geben. Darin waren sich die Unions-Politiker bei der Plenardebatte einig.

Zurück