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21.04.2017 - 14:20 Uhr

Vor der Hannover-Messe: Innovationsagenda vorgelegt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Mittwoch kurz vor Beginn der Hannover Messe am nächsten Montag Eckpunkte für eine neue Innovationsagenda vorgelegt. Diese ruht auf zwei Säulen: Erstens eine bessere, technologieoffene Innovationsförderung und zweitens eine stärkere Fokussierung auf strategische Schlüsselbereiche und zukunftsrelevante Technologien, wie z. B. die Mikroelektronik. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft voran zu bringen, um auch morgen noch Wachstum und Wohlstand für die Menschen zu sichern. Globalisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 beschreiben die drei großen Trends, die Wirtschaft und Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen werden. Neben Herausforderungen bieten sie neue Chancen und sind zentrale Treiber für das Wirtschaftswachstum. Auf die Frage, wie der wirtschaftliche und gesellschaftliche Wohlstand sowie der Erfolg auf den Weltmärkten auch künftig gehalten wird, gibt es eine zentrale Antwort: Innovationen. Die besten Ideen müssen schneller und effizienter als bisher von der Idee zum Markterfolg kommen. Im Bereich der Innovationsförderung beinhaltet die Agenda ergänzend zur technologieoffenen Projektförderung eine steuerliche FuE-Förderung für Unternehmen bis 1000 Beschäftigte. Das bewährte Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) soll stufenweise auf mind. 700 Mio. Euro p. A., die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) auf mind. 200 Mio. Euro p. A. und das Innovationsprogramm für die strukturschwachen Regionen INNO-KOM auf mind. 90 Mio. Euro p. A. erhöht werden. Für Gründungen sieht die Agenda den Start einer neuen Digitalisierungsoffensive Mittelstand vor. Weiterhin soll es ein KMU-Investitionsförderprogramm für digitale Technologien und digitales Know-how geben. Innovations- und investitionsfreundliche Regulierung soll im neuen Telekommunikations-Rechtsrahmen verankert werden, sowie das aktuelle Breitbandziel (50 Mbit/s bis 2018 für alle Haushalte) erreicht und bis 2025 flächendeckend Zugangsgeschwindigkeiten von rund 1 Gbit/s bereitstellt sein. Weiterhin im Bereich der innovationsfördernden Regulierung wird über ein „Innovationscheck“ nachgedacht, mit dem neue Gesetze und Regulierungen aller Art auf Innovationsfreundlichkeit geprüft werden können. Auch soll die innovative öffentliche Beschaffung gestärkt und Wettbewerbe gestartet werden für neuartige Lösungen, um einen vorher definierten (öffentlichen) Bedarf zu decken, für den es bisher keine passenden Produkte gibt. Schließlich sind auch Innovationen in strategischen Schlüsselbereiche zu heben. Dazu gehört die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Forschung und Wirtschaft bei der „Industrie 4.0“. Die Qualitätsinfrastruktur gilt es weiter auszubauen, denn diese ist integraler Bestandteil des technologischen Aufschwungs in Deutschland. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob ein neues Strategisches Innovationszentrum Deutschland (SID) mit Elementen des DARPA sinnvoll ist. Der innovationspolitische Fokus soll auf besonders zukunftsrelevante Technologien liegen, wie z. B. die Mikroelektronik, Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Quantentechnologie. Aber auch andere Technologiefelder im Bereich der Digitalisierung, wie „Autonomik für Industrie 4.0“, „Smart Service“, „Smart Home“, „Augmented Reality“, „Service Robotik“ oder „Blockchain“ gilt es nach vorne bringen.

 

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