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21.04.2017 - 14:30 Uhr

„Clean Space“ - Konferenz zu Weltraumschrott in Darmstadt

Am heutigen Freitag endet die 7. Europäische Konferenz über Weltraumschrott in Darmstadt beim Europäischen Raumflugkontrollzentrum ESOC. In den letzten vier Tagen kamen auf der Konferenz über 350 Teilnehmer aus 26 Ländern, darunter Repräsentanten nahezu aller großen nationalen Weltraumagenturen, Industrien, Regierungen, Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, um nachhaltige Lösungen für die Vermeidung und Entsorgung von Weltraumschrott zu diskutieren. Das einvernehmlichen Ergebnis ist, dass dringender Bedarf besteht, die aktive Entfernung von Weltraummüll anzugehen und nachhaltige Strategien für zukünftige Missionen umzusetzen. Die Übereinkünfte beinhalten unter anderemden Bedarf an einer nachhaltigen Lösung für zukünftige Weltraummissionen, einschließlich der Entsorgung nach Beendigung der Missionen; eine Einigung bezüglich des kurzfristigen Bedarfs an aktiver Beseitigung von Weltraummüll; den dringenden Bedarf an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um eine „Pilot“-Mission zur Weltraummüllbeseitigung zu ermöglichen; sowie eine Übereinstimmung darüber, dass es sich bei der Beseitigung von Weltraummüll um ein Umweltproblem auf globaler Ebene handelt, welches in einem internationalen Kontext, einschließlich der UN-Gremien, angegangen werden muss.

Der Großteil der Konferenzteilnehmer war sich darüber einig, dass die wachsende Population von Weltraummüll auch eine wachsende Gefahr für wirtschaftlich und wissenschaftlich unverzichtbare orbitale Regionen darstellt.

Die heutige Satelliteninfrastruktur bringt Bürgern und der weltweiten Wirtschaft tägliche Vorteile und hat auch darüber hinaus einen unermesslichen Wert. Die Wiederbeschaffungskosten der circa 1000 aktiven Satelliten in der Erdumlaufbahn werden auf eine Höhe von knapp 100 Milliarden EUR geschätzt.

Weltweite Satellitenbetreiber, einschließlich der fliegenden Telekommunikations-, Wetter-, Navigations-, Rundfunk- und Klimaüberwachungs-Missionen, fokussieren ihre Bemühungen nun auf die Überwachung von Weltraummüll.

Das ultimative Ziel besteht darin, es zu vermeiden, dass in den kommen Jahrzehnten das Kesslersyndrom (kaskadierende Zunahme der Zahl kleiner Objekte des Weltraummülls durch zufällige Kollisionen) zur Realität wird.

Als Europas führende Agentur für Weltraumtechnologie und Weltraummissionen hat die ESA die Entwicklung einer aktiven Beseitigungstechnologie zum strategischen Ziel erklärt.

Im Zuge dessen wird die Agentur eine Reihe langjähriger weltraummüllbezogener Forschungsaktivitäten erneut verstärken. Dazu zählt unter anderem die Erweiterung des Verständnisses für die Umstände von Weltraummüll sowie deren zukünftiger Entwicklung. 

 

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