375.000 Euro für Modernisierung des Bahnhofs Waiblingen

Erstellt am: 18.08.2020 – Geändert am: 02.09.2020

Giftzwerg 88 - CC BY-SA 3.0

Der Bahnhof Waiblingen erhält im Zuge des Wachstumspakets der Bundesregierung eine Förderung von 375.000 Euro. Damit ist er einer von 167 Bahnhöfen in Deutschland, die Teil des Sofortprogramms zur Attraktivitätssteigerung von Bahnhöfen sind.

„Mit der Modernisierungsmaßnahme sollen die Aufenthaltsqualität für Reisende verbessert und gleichzeitig kurzfristige Impulse für die regionale Wirtschaft gesetzt werden. Gewinner sind kleine und mittelständische Handwerksbetriebe und alle Bahnreisende“, erklärt der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim
Pfeiffer.

Gefördert wird in Waiblingen unter anderem die Erneuerung von Treppen, Zugängen, Zäunen und Dächern. Außerdem ist der Austausch von Wand- bzw. Bodenbelägen Teil des Programms. „Die Umsetzung ist noch für dieses Jahr, spätestens im Herbst vorgesehen. Dafür sind noch letzte Abstimmungen mit der DB Station&Service AG notwendig“, erklärt Pfeiffer weiter.

Neben dem Sofortprogramm wurde in den vergangen Tagen auch die Rahmenvereinbarung zur Modernisierung von 51 Bahnhöfen in Baden-Württemberg finalisiert. Unter anderem umfasst diese den barrierefreien Umbau von Bahnsteigen und deren Zugängen. Hier hat sich Joachim Pfeiffer in den vergangenen Jahren tatkräftig eingesetzt:

„Ich freue mich, dass die Anstrengungen für barrierefreie Bahnhöfe in meinem Wahlkreis Früchte tragen. Neben Schorndorf und Waiblingen sind auch die Bahnhöfe in Sulzbach und Urbach Teil des Modernisierungsprogramms. Damit wird der Regionalverkehr auf der Schiene fit für die Zukunft gemacht und jedem eine freie Wahl beim Verkehrsmittel ermöglicht."

 

Zum Hintergrund

Mit dem Sofortprogramm für attraktive Bahnhöfe werden bundesweit noch in diesem Jahr 167 Bahnhöfe aufgefrischt. Dafür stellt das BMVI der Deutschen Bahn 40 Millionen Euro zur Verfügung. Beauftragt werden die Arbeiten von der Deutschen Bahn (DB Station&Service AG). Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

 

Barrierefreiheit: Schorndorf & Waiblingen oben auf der Liste – Sulzbach und Urbach mit dabei.

Mit dem Bahnhofsmodernisierungsprogramm II (BMP II) werden in den nächsten zehn Jahren 51 Bahnhöfe und Haltepunkte modernisiert. Es beruht auf der Landesinitiative „Bahnhof der Zukunft“. Es schließt an das Bahnhofsmodernisierungsprogramm I aus dem Jahr 2009 an, das im Jahr 2018 ausgelaufen ist. Für das BMP II ist ein Volumen von rund 430 Millionen Euro vorgesehen und wird von der Bahn (200 Millionen Euro), dem Land (150 Millionen Euro) und den Kommunen (80 Millionen Euro) finanziert.

Mit der Sanierung des Bahnhofsbereichs und dem barrierefreien Zugang wird der Nahverkehr auf der Schiene modernisiert und für alle Bürger zugänglich gemacht. Neben Schorndorf und Waiblingen (Stationen über 1.000 Reisende pro Tag (Modul Ia)) sind auch die Bahnhöfe in Sulzbach und Urbach (Stationen unter 1.000 Reisende pro Tag (Modul Ib)) Teil des Moduls 'barrierefreie Haltestelle'.

Modernisierungsprogramm mit drei Modulen
Das Modul I „Barrierefreie Haltestelle“ umfasst den barrierefreien Umbau von Bahnsteigen und deren Zugängen, die Sanierung von Bahnsteiganlagen und die Verbesserung von DB Stationsgebäuden.

Das Modul II „Stationsumfeld / Mobilitätsknoten“ sieht die Verknüpfung verschiedener Mobilitätsformen im Umfeld der Station (z.B. Park&Ride, Bike&Ride, Bushaltestellen, Echtzeitinformationsanzeiger, E-Ladestationen etc.) vor.

Das Modul III „Kommunale Stationsgebäude“ soll Kommunen bei der Sanierung und dauerhaften Bereitstellung von Räumen zur Nutzung im Zusammenhang mit dem SPNV/ÖPNV in Stationsgebäuden unterstützen, die von der Bahn veräußert wurden bzw. noch werden.

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